32 Tage, 3 Länder, einige Schritte mehr – Jungle Trek in Bukit Lawang

Angekommen in Medan haben wir im Angel Guesthouse unsere 3-Tages-Dschungel-Tour gebucht, waren etwas im Einkaufszentrum und haben unsere erste TukTuk-Fahrt genossen. Die erste Fahrt ging gleich bei Rot über die Ampel, weil Christian mit dem Fahrer redete und sich der Fahrer nicht mehr auf die Fahrt konzentrieren konnte. Nach dem kurzen Verkehrschaos und dem vielen Gehupe war er lieber still. In Medan lernten wir im unserem Hotel, das uns einer auf der Straße empfohlen hat, einen Guide vom Gunung Leuser Nationalpark, der Nationalpark, für den wir die Trekkingtour gebucht hatten, kennen. Besonders interessant waren seine Studien und seine Zusammenarbeit in seinem Heimatort Bukitingi über die höchste Blume: Titanenwurz (wird größer als drei Meter und blüht erst nach einigen Jahren). Diese ist sehr schwer zu finden und es gehört sehr viel Glück dazu.
Am folgenden Morgen sind wir dann ins Basiscamp des Dschungels aufgebrochen.

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Im Großen und Ganzen lassen sich auch diese drei Tage recht gut mit Wandern zusammenfassen :D, allerdings mit vielen Highlights! Bei den zahlreichen Power-Breaks haben uns unsere Guides Früchte aller Art zur Stärkung versorgt . Zudem waren wir mit einer Gruppe super netter Leute unterwegs, die uns wirklich alle sehr ans Herz gewachsen sind!
Das Highlight – und wahrscheinlich der Hauptgrund gerade hier wandern zu gehen – sind die Sumatra-Orang-Utans („Orang“: Mensch, „hutan“: Wald)! Atemberaubende Tiere! Sie gehören neben Gorillas, Schimpansen und dem Menschen zur Familie der Menschenaffen. Sie leben nur noch auf Sumatra und Borneo, klettern langsam und kommen nur selten auf dem Boden. Mit ihnen teilen wir fast 97% unseres Erbguts (mit Schimpansen sogar 99%), und das merkt man auch. Gestik, Mimik und Bewegungen sind so menschlich und man könnte Stunden damit verbringen ihnen einfach beim Klettern zuzusehen. Leider lieben sie Ananas und haben schnell gelernt, dass sie davon auch die Reste der Guides bekommen, wenn sie nur penetrant genug näherkommen. Um Angriffe zu vermeiden, werden sie dann leider oft mit den Resten abgelenkt, während die Gruppe weiterzieht. Solange man aber weder etwas isst, noch ihren Jungen zu nahe kommt, kann man ihren Anblick in vollen Zügen genießen.

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Für uns genauso faszinierend waren trotzdem auch die Thomas’s leaf monkeys und Pig-tailed macaques 

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Das war die Kurzfassung. Wer er etwas ausführlicher haben möchte darf aber gerne noch weiter lesen 😉

Tag 1:
Vormittags startet man in den Wald. Da auch hier rund um den Nationalpark Plantagen zu finden sind, muss man zuerst durch ein Stück voller Kautschukbäume. Der Name setzt sich aus cao und ochu zusammen, was sowie wie Träne des Baums bedeutet. Die Rinde der Bäume wird spiralförmig angeschnitten, so dass der weiße Saft (Latex) in Kokosschalen fließen kann. Hieraus wird dann Gummi gewonnen.

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Nach einer kurzen Zeit begegnet man auch schon den ersten Affen. Bevor es wirklich anstrengend wird, findet die erste Power-Break statt und man tankt Kraft beim Reden und Früchte schlemmen. Nach einiger Zeit wandern, gab es auch schon Mittagessen: Fried Rice und lecker Obst.

Mittagessen

Mittagessen

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Wandern. Power-Break. Wandern. Gegen späten Nachmittag erreicht man dann das Lager für die erste Nacht. Dort gab es wieder viele Affen, einen kleinen Wasserfall mit Badegelegenheit, keinen Strom, kein Internet, ein Klo getarnt als Loch im Boden, Essen im Kerzenlicht, Spielkarten und Streichholztricks.

Affe

Affe

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Gruppenfoto

Gruppenfoto

Abendessen

Abendessen

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Tag 2:
Eigentlich gleicht dieser Tag dem ersten ziemlich. Wandern, essen, wandern, essen. Das Camp war diesmal direkt am Fluss und Klo gab es gar keins mehr :D. Am Abend hat es geregnet, was unter den Planendächern der Hütten eine schöne Stimmung mit sich zog. Wir saßen also wieder zusammen, aßen und spielten im Kerzenlicht Karten. Diesmal haben wir abgekochtes Wasser zu trinken bekommen, deshalb hat es geräuchter geschmeckt.

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IMG_51572[caption id="attachment_140" align="alignnone" width="1280"]Flussdurchquerung Flussdurchquerung

Tag 3:
Am letzten Tag haben wir morgens etwas Yoga gemacht (während sich unsere Guides köstlich darüber amüsiert haben) und sind zum Abkühlen und Baden an einen Wasserfall in der Nähe gelaufen. Nach dem Mittagessen ging es dann auch schon wieder zurück zum Dorf. So wie wir die LKW-Reifen als Schlitten verwendet, werden sie hier als Boote zusammengeschnürt und los ging das Raftig 
Im Dorf sind wir noch für zwei Nächte geblieben. Am ersten Abend trafen wir einen unseren Guides namens Vishnu (angeblich heißt er so, ob er auch so geschrieben wird, wissen wir nicht) am Fluss mit seinen Freunden beim Trinken und musizieren. Wir wollten uns kurz dazu setzen und anschließend auf das Live-Konzert nebenan gehen. Es war jedoch so gesellig, dass wir bis spät in die Nacht hinein zusammengesessen sind. Es ging auch nicht anders, da immer wieder Bier und anderes nachgeschenkt wurde. Es gilt wohl immer die Regel, dass alles was sich auf dem Tisch befindet, jedem gehört. Am nächsten Tag haben wir noch eine Tour in eine Fledermaushöhle unternommen und sind anschließend mit Jule und Anika zu unserem nächsten Ziel „Berastagi“ aufgebrochen.

Vielen Dank an Sonja & Valerie für die Bilder 🙂

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